Bohren in Stein und Beton

Dübellöcher bohren

Das setzen von Dübellöchern ist eines der häufigsten Anwendungsgebiete für Schlagbohrmaschinen.
Entscheidend bei der Dübelbefestigung ist die Größe des Dübels und das passende Bohrloch. In einem zu großen Bohrloch hat der Dübel keinen Halt. In einem zu kleinen Bohrloch muss der Dübel mittels einen Hammers reingeschlagen werden. Hier besteht die Gefahr, dass der Dübel abknickt und dadurch unbrauchbar ist.
Auf den Verpackungen für Dübel wird die richtige Bohrergröße angegeben. Falls der Vermerk unkenntlich sein sollte, können Sie sich auch nach der Angabe auf den Dübel direkt richten. Beispiel: Für einen Universaldübel S6 verwenden Sie einen 6-mm-Steinbohrer.
Der Steinbohrer besitzt auf der Spitze eine eingelötete Hartmetallplatte.
Die Hartmetallplatte bahnt sich mit Hilfe des Schlagwerkes durch die Mauer. Die Wendelungen am Bohrer haben keine schneidende Funktion sondern dienen lediglich zum Transportieren des Bohrmehls.

 




Bohrtiefenbegrenzer

Bitte beachte Sie das Sie die Bohrerspitze möglichst gerade an die Wand setzen und bohren Sie mit einer langsamen Drehzahl an und geben dann erst Vollgas. Für eine leichtere Handhabung verfügen die meisten Maschinen über einen Zusatzhandgriff, an dem sich ein Metall- oder Kunststoffstange als Bohrtiefenbegrenzer befindet. Der Bohrtiefenbegrenzer hilft Ihnen die genaue Bohrtiefe festzulegen. Mit Hilfe des Dübels und einigen Millimetern Zugabe können Sie die Bohrtiefe einstellen. Mit einem Stück Krepp- oder Isolierband um den Bohrer können Sie die Bohrtiefe provisorisch markieren.

Nachdem Sie Ihr Bohrloch erfolgreich hergestellt haben, ziehen Sie den Bohrer aus dem Loch, lassen Sie allerdings die Bohrmaschine noch mit geringer Drehzahl laufen – so transportieren Sie noch einmal Bohrmehl heraus.

 

Es ist nicht auszuschließen, dass sich die Maschinen in der Wand verhaken und blockieren kann. Für diesen Fall sollte Ihre Maschine mit einer Rutschkupplung versehen sein, die ab einem bestimmten Drehmoment die Verbindung zwischen Getriebe und Bohrwelle trennt. Verfügt Ihre Maschine nicht über eine Rutschkupplung könnte Ihnen die Maschine beim Verhaken aus der Hand gerissen werden und ernsthafte Verletzungen verursachen.

Bei einer Schlagbohrmaschine hängt die Stärke der Schlagenergie (anders als beim Bohrhammer) vom Anpressdruck des Anwenders ab. Für die Maschine kann dies bei Überlastung jedoch riskant sein. Wenn die Drehzahl beim Bohren deutlich absinkt, weil Sie beispielsweise zu viel Druck ausüben, ist der Motor deutlich überlastet. In diesem Fall steigt die Temperatur des Motors an. Würden Sie ungehindert weiter arbeiten, würde der Temperaturanstieg so hoch werden, dass die Motorwicklungen schmoren und der Motor dadurch zerstört wird. Vermeiden Sie daher dauerhafte Überbelastung. Langfristig ist es sinnvoller und billiger, zum dübeln eine schwere Maschine oder einen Bohrhammer zusätzlich anzuschaffen.


Behinderungen für den Schlagbohrer

Es kann passieren, dass Sie beim Bohren auf kleinere Kiesel treffen. Hier kommen Sie mit der Schlagbohrmaschine nicht weiter.
In diesem Fall können Sie das Hindernis mit einem ausgemusterten Steinbohrer und einem Hammer beseitigen. Führen Sie den Steinbohrer in das Bohrloch ein schlagen Sie mit dem Hammer auf den Steinbohrer. Ist das Hindernis gesprengt, können Sie mit der Schlagbohrmaschine weiter arbeiten. Gelingt dies nicht versuchen Sie es noch einmal.