Bohren in Metall

Bohren in Metall

Damit Sie mit der Schlagbohrmaschine in Metall präzise und genau senkrechte Löcher bohren können, benötigen Sie einen stabilen Bohrständer. Bei Handbohrmaschinen besteht die Gefahr, dass Sie Ihnen aus der Handgeschlagen wird. Auch ein Ausbrechen der Bohrerschneide kann die Folge sein.
Außerdem sollten Sie unbedingt dafür sorgen, dass die Werkstücke fest eingespannt werden.

Beim Bohren werden mit Hilfe eines sich drehenden Bohrers, unter ständigem Abnehmen von Spänen, zylindrische Löcher in ein Werkstück geschnitten.

Zum Bohren braucht man eine Schlagbohrmaschine mit Backenfutter. Ein eingebauter Links- und Rechtslauf der Schlagbohrmaschine kann beim Klemmen von Bohrern helfen, diese wieder frei zu bekommen.



Bohrständer


Handbohrmaschinen sind zum Metallbohren nicht so empfehlenswert wie Bohrständer. Tip: Holzplatte darunter legen!

Der Metallbohrer besitzt eine Schneide, die an Ihrer Spitze stumpf ist. Durch die stumpfe Spitze kann der Bohrer erst arbeiten, wenn es noch eine kleine Vertiefung gibt. Es ist daher notwendig nicht nur die Lage der Bohrung mit der Reißnadel in Metall einzuritzen (= Anreißen), sondern auch mit einem speziellen Körner eine Vertiefung (= Ankörnen) zu schlagen. Beim Ankörnen ist es wichtig, dass das zu bearbeitende Werkstück auf eine Metallunterlage gelegt wird, damit durch das Ankörnen keine Delle im Werkstück entsteht. Beim Bohren in kleinere Metallteile ist darauf zu achten, dass das Werkstück gut fixiert ist. Ein nicht ausreichend festgespanntes Werstück, stellt im Moment des Durchbruchs eine ernstzunehmende Gefahr dar.

Das Werkstück muss so in den Bohrständer eingespannt werden, dass die Bohrspitze genau über dem Körnerloch steht. Spannen Sie nun das Werkstück gut ein, damit es beim Bohren nicht wegrutschen kann. Setzen Sie jetzt den Bohrer über das Körnerloch und bohren das Werkstück vorsichtig an. Eine Schlagborhmaschine mit elektronischer Drehzahlregulierung leistet hierbei gute Dienste.
Bei harten Werkstoffen oder größeren Durchmesser sollte der Bohrer langsamer, bei weicheren Metallen und kleineren Bohrdurchmessern etwas schneller umlaufen. Große Löcher werden mit kleineren Bohrern vorgebohrt.
Bei der Bearbeitung von massiven Materialien, kann es notwendig sein, etwas Schneidöl oder Bohrmilch auf dei Bohrstelle zu geben. Das Gemisch aus Wasser und Öl bewirkt, dass sich die Reibung herabsetzt und gleichzeitig der Bohrer gekühlt wird.

Vor dem Durchbruch muss der Druck verringer und vorsichti weitergebohrt werden. Auf der gegenüberliegenden Seite des Werkstücks bildet sich ein Beule, an der sich die Bohrerschneide plötzlich verkanten kann.
Der entstehenden Grat am Bohrlochrand muss mit einer Feile oder einem Schleifklotz nachbehandelt werden.

Anfallende Bohrspäne während des Bohrens nicht mit der Hand oder mit einem Lappen wegwischen. Es besteht hierbei große Verletzungsgefahr. Bitter verwenden Sie daher eine Bürste oder einen Pinsel.